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Wie mache ich meine Wohnung kindersicher? Die 10 besten Tipps!

Das Baby ist unterwegs und du bist mit dem Nestbau beschäftigt – dann nimmst du am besten auch gleich das Projekt „kindersicheres Zuhause“ in Angriff. Kindersicherungen in Steckdosen und Absperrungen vor Treppen und in der Küche werden schneller notwendig, als du denkst: Denn sobald dein Kind beginnt sich fortzubewegen, lauern einige Gefahren im Haus. Wenn man sie kennt, sind sie alle mit einfachen Mitteln zu beseitigen und du kannst dein Baby fröhlich drauflos krabbeln lassen. Wie du dein Zuhause kindersicher gestaltest ohne dabei den Entdeckungsdrang deines Kinds einzuschränken, erfährst du in meiner Checkliste für eine kindersichere Wohnung.

1. Die Wohnung mit Kinderaugen sehen

Wenn du damit beginnst, dein Zuhause kindersicher zu machen, versuche jeden Raum aus der Perspektive eines Kleinkinds zu sehen. Begib dich auf seine Höhe und krabbele ein bisschen herum – du wirst merken, dass du in deiner eigenen Wohnung auf einmal ganz andere Dinge entdeckst und auf Augenhöhe hast! Steckdosen, Schubladen oder der Schrank mit den Putzmitteln sind plötzlich direkt vor deinen Augen und werden für dein Baby sicher besonders interessant sein.

2. Kindersicherungen in ALLEN Steckdosen

An Kindersicherungen in Steckdosen denken die meisten Eltern zuerst, wenn es darum geht, die Wohnung kindersicher zu machen. Aus gutem Grund: Sobald es mit dem Robben oder Krabbeln beginnt, sind Steckdosen auf Augenhöhe deines Babys und üben eine fast magische Anziehungskraft auf neugierige Kinderhände aus. Festsitzende Kindersicherungen in ALLEN Steckdosen sind also ein Muss für ein kindersicheres Zuhause. Und denke auch an die Steckdosen, die du nicht auf den ersten Blick siehst (wie z.B. hinter Gardinen) – dein Baby wird sie mit Sicherheit entdecken! Achte darauf, dass die Kindersicherungen wirklich fest in der Steckdose sitzen und nur von einem Erwachsenen entfernt werden können. Ich war auch erstaunt, mit welcher Leichtigkeit mein Sohn einige vermeintlich kindersicheren Verschlüsse öffnen konnte!

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3. Schutzgitter für Türen und Treppen

Selbst wenn alle Steckdosen, Schubladen und Schränke gesichert sind, ist es sehr praktisch, wenn du die Möglichkeit hast, ganze Räume oder Bereiche durch Türgitter abzusperren. So weißt du immer genau, in welchem Bereich dein Baby sich bewegen kann und dass es sich in einer unbeobachteten Sekunde nicht auf den Weg zur Treppe macht. Oder auch mal „Ordnung“ in Mamas Papierkram bringt – aus solchen Momenten lernt man 😉

4. Schubladen und Schranktüren kindersicher machen

Schubladen und Schranktüren haben eine wirklich magische Anziehungskraft auf kleine Hände – irgendwas interessantes151104_kindersicher1 müssen die Großen doch dadrin verstecken! Besonders wichtig sind Kindersicherungen an Schränken, in denen sich Dinge befinden, die gefährlich für dein Baby werden könnten: Der Putzmittelschrank und die Besteckschublade in der Küche waren daher die ersten Dinge, die ich mit Sicherungen versehen habe. Später kam dann noch der Kühlschrank dazu, damit nicht den ganzen Tag ein Büffet mit Selbstbedienung bereitsteht. Auch hier musst du darauf achten, dass die Verschlüsse wirklich schwierig zu öffnen sind, da Kinder erstaunliche Energie und Erfindungsreichtum an den Tag legen, wenn es darum geht, verbotene Dinge zu öffnen.
Die „ungefährlichen“ Schubladen und Schränke habe ich hingegen dazu genutzt, um meinem Sohn die Bedeutung des Wortes „Nein“ beizubringen – klappt nicht immer aber du musst höchstens Dinge wieder an ihren Platz räumen aber dir keine Sorgen, dass etwas passieren kann.

5. Sicherheit in der Küche

Neben dem Putzmittelschrank und der Besteckschublade, die mit Kindersicherungen verriegelt werden sollten, lauern in der Küche noch andere Gefahren für Kinder. Sobald dein Baby beginnt, sich an Möbeln hochzuziehen, sollten Backofen und Herdplatten gesichert werden. Für die Ofentür gibt es spezielle Folien, die dein Baby vor Verbrennungen an der heißen Scheibe schützen. Ein Herdschutzgitter verhindert, dass Kinder von unten auf die heißen Herdplatten oder das Ceranfeld greifen, wenn sie sich z.B. an der Arbeitsplatte hochziehen wollen.
Natürlich möchte dein Kind gerne dabei sein, wenn du kochst und am allerbesten noch fleißig mithelfen. Falls genügend Platz in deiner Küche hast, kannst du eine kleine Spielküche aufstellen und dein Kind kann sein eigenes Essen zubereiten. Während ich koche sitzt mein Sohn auch sehr gerne am Küchentisch und knetet z.B. seinen eigenen Pizzateig oder schneidet weiches Obst oder Gemüse mit einem stumpfen Kindermesser – ich kann mich entspannt ums Abendessen kümmern und habe ihn dabei im Auge.

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6. Sicherheit im Badezimmer

Ganz ganz wichtig: Lasse dein Kind NIE alleine im Bad! Auch niedriges Wasser in der Dusche oder Badewanne kann gefährlich werden!
Wenn du deine Putzmittel im Badezimmer lagerst, musst du natürlich hier den Schrank mit einer Kindersicherung ausstatten. Für sicheres Baden empfiehlt sich anfangs eine Babybadewanne oder ein Badeimer. Ist dein Baby zu groß dafür geworden und es wird in der Wanne oder Dusche gewaschen, verhindert eine Anti-Rutsch-Matte Unfälle durch Ausrutschen. Dies gilt auch später für Hocker zum Händewaschen – achte darauf, das sie mit Gummifüßen ausgestattet sind und auch auf glatten Fliesen nicht wegrutschen können. Elektrische Geräte wie Fön oder Rasierer sollten nach dem Benutzen direkt weggeräumt werden, sodass sie nicht mit Wasser in Berührung kommen können. Damit es nicht zu Verbrennungen durch zu heißes Wasser kommt, kannst du die Armaturen mit einem Temperaturregler versehen, so wird das Wasser z.B. niemals heißer als 50°C.

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7. Babyphone

Gerade wenn du in einem Haus oder in einer größeren Wohnung wohnst, ist ein Babyphone sehr sinnvoll. So können die Eltern abends wenn das Kind schläft entspannt im Wohnzimmer, auf dem Balkon oder im Garten sitzen, ohne dass ein Ohr eigentlich noch im Haus ist und jedes Geräusch als mögliches Weinen, Husten oder Schreien gedeutet wird – ich habe am Anfang ständig „Gespenster“ gehört 😉 Mit einem Babyphone weißt du genau, wann wirklich etwas ist und musst nicht ständig wachsam sein. Auch in der Nacht hat das Babyphone bei uns für Entspannung gesorgt: ich konnte wieder tiefer schlafen, weil ich wusste, dass ich es auf jeden Fall höre, falls mein Sohn wach wird.

8. Ecken und Kanten

Natürlich sollte man sein Kind nicht komplett in Watte packen aber es ist durchaus sinnvoll, einige besonders gefährliche Ecken und Kanten in der Wohnung kindersicher zu machen. Das wird besonders wichtig, wenn dein Kind beginnt zu laufen und Tischkanten auf Kopfhöhe sind. Die kleinen Laufanfänger sind dann meist noch so darauf konzentriert, einen Fuß vor den anderen zu setzen, dass sie oft nicht merken, dass sie direkt auf eine Tischecke zusteuern. Mit gepolstertem Kantenschutz wurde bei uns auch mein geliebter Glastisch mit Metallgestell (denkbar schlechteste Kombination aus kinderlosen Tagen ;)) kindersicher und durfte bleiben.

9. Türen und Kinderhände

Türen waren bei meinem Sohn für einige Monate mindestens genauso magisch wie Steckdosen und Schubladen zusammen – auf und zu und auf und…. Damit du dir keine Sorgen um eingeklemmte Finger machen musst, versehe am besten jede Tür mit einem Klemmschutz. Dieser kann einfach in einer Höhe auf die Tür gesteckt werden, die dein Kind nicht erreichen kann und schon sind die Türen kindersicher, da sie nicht mehr vom Baby geschlossen werden kann.

kinderischer im Garten

10. Garten und Balkon kindersicher machen

Neben der Wohnung, solltest du nicht vergessen, dass es auch im Garten oder auf dem Balkon Dinge gibt, die nicht kindersicher sind. Im Garten sind Teiche oder Schwimmbecken die größte Gefahr für kleine Kinder. Diese werden am besten eingezäunt oder mit einer kindersicheren Abdeckung versehen, denn bereits flaches Wasser kann für Babys und Kinder sehr gefährlich werden! Welche Pflanzen du im Garten, auf dem Balkon oder in deiner Wohnung vermeiden solltest, erfährst du in diesem Artikel zum Thema Giftpflanzen.

Du siehst, dass du mit relativ kleinem Aufwand für große Sicherheit in deinem Zuhause sorgen kannst. Dein Baby kann sich frei bewegen und seinem Entdeckungsdrang folgen, ohne dass dabei Verletzungsgefahr besteht – so kannst auch du den Alltag mit deinem Kind entspannter sehen 🙂

Über unsere Autorin Marisa

Ich bin Marisa, 26 und Mama eines 4-jährigen Jungen. Mit Reiswaffelkrümeln, der Suche nach den schönsten Spielplätzen und allem, was sonst so im Alltag mit Baby und Kleinkind los ist, kenne ich mich bestens aus. Und da mit Kind kein Tag ist, wie der andere und man als Mama ständig dazulernt, werde ich alle Tipps und Tricks mit euch teilen!

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